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Jürgen Brodwolf

Dübendorf bei Zürich 1932


Jürgen Brodwolf lernte zunächst von 1948 bis 1952 Zeichner und Lithograf. 1953 reiste er nach Paris, wo er erste autodidaktische Malversuche unternimmt und seine ersten Kontakte zum Informel knüpft. Jürgen Brodwolf lässt sich 1954 in Brienz nieder. Dort ist er zunächst als Graphiker, später als Restaurator mittelalterlicher Fresken tätig. Seit 1956 arbeitet der Künstler überwiegend als Glasmaler.
In seinen Zeichnungen, Bildern und Plastiken spiegeln sich all diese Erfahrungen wider. Zum charakteristischen Erkennungsmerkmal seiner Werke wird ab 1959 die Figur. In das Jahr 1959 fällt auch seine Entdeckung der sogenannten Tubenfigur, ausgedrückte Tuben mit Farbresten und Etikettierung, die er zu Figuren umgestaltet. Zunächst in den Zeichnungen tritt sie in unzähligen Variationen auf. Anfang der 1970er Jahre erscheint sie auch in den Plastiken und seit 1975 in seinen Objektbildern.
Der Künstler spielt in seinen Arbeiten mit verschiedenen, oft unkonventionellen Materialien, die Brodwolf in der Verbindung mit der Figur einem neuen Kontext zuführt. In zahlreichen Ausstellungen und Preisen lässt sich Jürgen Brodwolfs künstlerischer Erfolg ablesen, der sein Werk seit den 1970er Jahren begleitet.
Einem Ruf an die Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim folgt er 1976. 1982 erhält Jürgen Brodwolf eine Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Seine Schüler und Kollegen beeinflusst Brodwolf durch die intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur und dem Verhältnis von Kunst und Alltagsgegenständen nachhaltig.


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